Dem jungen Dichter Andrea Chénier gelingt es, durch seinen ehrlichen Einsatz für Freiheit und Humanität, sich in jedem politischen System verdächtig zu machen: bei einem Fest am Vorabend der Revolution, im Schloß der Gräfin von Coigny, entsetzt er alle Anwesenden durch seinen Lobpreis auf die Ideale der Freiheit. Nur Madeleine, die Tochter der Gräfin und der in sie hoffnungslos verliebte Gérard teilen seine Einstellung. In der nachfolgenden Schreckensherrschaft Robespierres wird Chénier hingegen konterrevolutionärer Umtriebe verdächtigt. Er muß sich ebenso verbergen wie die adelige Madeleine. Über Bersi, der ehemaligen Kammerzofe der Gräfin, gelingt es ihm Kontakt zu ihr aufzunehmen. Beide schwören einander ewige Liebe. Aber auch Gérard, der inzwischen Deputierter der Kammer geworden ist, läßt Madeleine, die er ebenfalls noch liebt, suchen. Gerade in dem Moment als sich Chénier und Madeleine zu einer gemeinsamen Flucht entschließen, trifft er auf die beiden. Durch seine Liebe zu Madeleine und durch seine früheren Sympathien für Chénier getrieben, verhilft er ihm aber zur Flucht. Trotzdem wird Chénier wenig später verhaftet. Als daraufhin Madeleine bei Gérard auftaucht und diesem, als Preis für die Errettung Chéniers, sogar ihren Körper anbietet, entschließt sich Gérard, der erkennt, daß die Revolution die propagierten Ideale verraten hatte, bei Robespierre vorstellig zu werden um Chénier zu retten. Leider mißlingt dieser Versuch. Madeleine, die mit ihrem Geliebten gemeinsam sterben möchte, erreicht beim Schließer des Gefängnisses, gegen eine ebenfalls zum Tod verurteilte Gefangene ausgetauscht zu werden. So gehen Chénier und Madeleine ihren letzten Weg zur Guillotine gemeinsam - in der Hoffnung im neuen Leben für immer vereint zu sein.